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Kritik






-> Seitens der ANTHROPOSOPHISCHEN GESELLSCHAFT

wird bisher im Sinne eines freien Geisteslebens und freier Religionsausübung und der Notwendigkeit der Neutralität
die Thematik nicht offiziell behandelt oder beurteilt; bei Fragen wird meist auf die Religionsfreiheit des einzelnen Mitgliedes verwiesen.

In den Anfängen des Impulses regte sich verschiedentlich heftig einseitige, tendenziöse Kritik - allerdings privat und nicht offiziell -
seitens einzelner "Doppelmitglieder" (die gleichzeitig Mitglied der "Anthroposophischen Gesellschaft" und der Kirche
"Die Christengemeinschaft", bzw. deren Priester sind..) (s. u.) .





-> Seitens der (evangelischen / katholischen) KIRCHEN
und des "Ökumenischen Rats der Kirchen"

besteht auf persönlicher Ebene vielfach ein konstruktiv interessiertes Wahrnehmen.
Besondere Verbundenheit besteht u. a. mit der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé ("Communauté de Taizé").
Innerhalb des protestantischen Stromes ist das "allgemeine ("Laien")-Priestertum" sowieso konstitutiv und theologisches Axiom.
Die geschwisterliche, ökumenische Praxis des "Forum Kultus" fruchtet auch darin, dass z. B. die frei christlich vollzogene Taufe
(der "Initiative, freie christliche Arbeits-Gemeinschaft") seitens der Kirchen anerkannt wird, die z. B. der "Christengemeinschaft" aber nicht.





-> Seitens der Kirche "DIE CHRISTENGEMEINSCHAFT"

gab es anfangs und immer wieder heftige Kritik, u. a. vom "Lenker" der "Christengemeinschaft" Hans-Werner Schroeder
und vom em. Leiter des Priesterseminars Michael Debus.
Sie besteht aus einer negativen Beurteilung und einer Ablehnung einer scheinbar Konkurrenz eines / des freien christlichen Impulses,
der angeblich "ihre" Sakramente illegal benutzen und das Monopol der "Christengemeinschaft" als "Anthroposophen-Kirche"
in Frage stellen würde, denn:

- die (ursprünglich laienpriesterlich gegebenen und gehandhabten) Sakramente (vor allem Taufe, Trauung, Bestattung) seien
mit Begründung der "Christengemeinschaft" an diese übergegangen und deshalb nur noch amtspriesterlich und nur durch sie
berechtigt zu spenden.

- Ausnahme seien die von Rudolf Steiner den Waldorfschulen gegebenen "freien christlichen Schulhandlungen"
(die fast wortgleich sind mit denen die auch die "Christengemeinschaft" bekam), allerdings weil diese nur "Rituale" seien
und deshalb von "Laien" nutzbar;
denn Sakramente seien prinzipiell nur dann "Sakramente", wenn sie durch kirchlich geweihte Priester innerhalb einer Kirche
gehandhabt werden. Im "Forum Kultus" seien aber nur kirchlich nicht geweihte "Laien".

- Somit seien nicht geweihte Anthroposophen nicht zum sakramentalen Handeln vorgesehen, berechtigt und in der Lage.

- Rudolf Steiner habe deshalb selbst die "Christengemeinschaft" für Bestattungen von Anthroposophen angefordert
und sei zudem selbst von ihr bestattet worden.

- Die Existenz und ein Monopol der "Christengemeinschaft" als Wächter der Sakramente sei notwendig (siehe den Missbrauch = Benutzung
durch Nichtgeweihte im "Forum Kultus"), damit die Sakramente wirksam und berechtigt stattfinden könnten und die richtige, wirksame
Ausführung durch allein kirchlich Geweihte garantiert werde.

- Weil der wirksame Empfang von Sakramenten nur innerhalb einer "Kirche" und durch kirchlich-institutionell geweihte Priester möglich sei,
aber das spirituelle / geistige Niveau der traditionellen Kirchen dem Anthroposophen nicht gemäß wäre,
sei die "Christengemeinschaft" auch für jeden Anthroposophen der zutreffende und zuständige Ort.

-
So kommen fast alle Mitglieder der "Christengemeinschaft" aus der Anthroposophen- und Waldorfszene,
während die Mitgliedschaft von Anthroposophen in den traditionellen Kirchen irrelevant ist.
Somit entspräche man den Bedürfnissen der Anthroposophenschaft; auch dies bezüglich seinen "freie Sakramente" nicht nur unberechtigt,
sondern auch überflüssig.

- Intern wird aber vor einer sakramentalen Aktivität der/von Anthroposophen gewarnt.
Da fast alle Mitglieder aus der Waldorf-/Anthroposophen-Scene kämen, wäre die Existenz nicht mehr finanzierbar (die heute schon äußerst
angespannt ist), würden diese der "Christengemeinschaft" den Rücken kehren; wenn die Mitglieder aufwachen würden ..
wovon aber zum Glück nicht auszugehen sei ...
Vorausschauenderweise müsse die Strategie sein, ein "freien christliches" Engagement kategorisch abzulehnen, d.h. totzuschweigen,
bzw. inhaltlich zu diskreditieren, zu verurteilen und als Hybris abzuweisen.







V e r u n s i c h e r u n g e n


Die Monopolisierung und Tabuisierungder Thematik - bevor das "Forum Kultus" sie aufgriff -
führte zu einer großen Verunsicherung und Desinformation, sodass sich Argumente verbreitet finden, die schon damals - vor 100 Jahren! -
nur im Kontext der damaligen Situation zu verstehen waren und die heute meist vollkommen deplatziert und falsch sind,
mit denen man sich aber zufrieden gibt, denn sie werden als eindeutig und von doch angeblich glaubwürdigen, kompetenten Persönlichkeiten
postuliert .. was aber leider oftmals unkritisch, ungeprüft über nommen wird... (folgend in den Fußnoten ein typisches Beispiel) .

Somit kommen momentan die Kritiker eines freien christlichen Impulses - verständlicher Weise - vor allem aus der Mitgliedschaft, dem Umkreis
der Kirche "Die Christengemeinschaft" ... wenn aus der Mitgliedschaft der Anthroposophischen Gesellschaft vor allem deshalb,
weil die Mehrheit der Anthroposophen "Doppelmitglieder" = auch Mitglieder der "Christengemeinschaft" sind.

Seit der Jahrtausendwende wird diese Thematik nicht mehr öffentlich behandelt, lediglich im Informations-Buch des Forum Kultus und deren Websites wird der Kontroverse nachgegangen.

Die Theologie der "Christengemeinschaft" und deren Perspektiven
finden sich dargelegt in einer reichhaltigen Literatur
(www.Urachhaus. de) und u. a. auf der Website:
www.Christengemeinschaft.org, siehe dort.








B E I S P I E L E
für Missverständnisse / Uninformiertheit :



Z. B. wird immer wieder Rudolf Steiner aus GA 345, 2. Vortrag, 12.7.1923, insbesondere S. 34-35 und S. 44 angeführt :

+ "Denn tritt heute (damals !) der Fall eines Begräbnisses ein, dann ist doch eben die religiöse Gemeinschaft (CG) für das Kultische aufgerufen."
(S. 34)

= Für wen ?? : für bestimmte Anthroposophen, für ALLE Anthroposophen, für jedermann ?
Nein, da widerspräche sich Steiner hier in einem Satz gegenüber einem ganzen (Gewichtung!) Vortrag (30.12.1922),
in dem er strengstes Auseinanderhalten von AG und CG verlangt. Hier (GA 345) spricht er zu den Priestern der CG für deren Mitglieder!
Denn - siehe 30.12.1922 - es ist nicht die Aufgabe der CG die Anthroposophen zu missionieren, die CG war/ist im Grunde nicht für die
Anthroposophen gedacht.

Der Anthroposoph kann sich zur CG hinwenden, muss (und sollte?) das aber nicht. Und so muss er auch nicht z. B. die Bestattung der CG
aufgreifen; es sei denn, er ist Mitglied dieser Kirche: dann ist er selbstverständlich auch aufgefordert, diese SEINE Kirche in Anspruch zu nehmen;
das meinte Steiner!
So ist verständlich, dass sich Steiner -als Nichtpriester! - hier nicht einmischen wollte und durfte.

Einige Sätze weiter (S. 34) schränkt Steiner diese Feststellung auch wieder ein, bzw. konkretisiert sie :
derjenige, "der Anthroposophie sucht ... dass man es ihm überlassen muss, inwiefern er den Kultus (der CG VDL) sucht.."

Das vorgebrachte Zitat bezieht sich vor allem auf diejenigen Anthroposophen ("Doppelmitglieder"),
die ihre religiöse Heimat in der CG haben, es kann aber prinzipiell nicht verallgemeinert werden.

Allerdings, damals aber:
Die Gründungsgewalt mit der die "Christengemeinschaft" in die anthroposophische Bewegung drängte (weil sie ihre vorgesehene Klientel
außerhalb dieser nicht gewinnen konnte), verdrängte den freien christlichen Impuls. Und schon bald gab es - vor allem nachdem Hugo Schuster
(der von Steiner den Bestattungskultus frei christlich bekam) verstarb - keine Alternative mehr.
Wollte man einen Bestattungs-Kultus, der anthroposophisch vertieft gefasst war, blieb nur noch die "Christengemeinschaft".
Für den Verstorbenen war es dann wichtiger einen geistgemäßen Kultus zu bekommen, als gar keinen ..
und so und deshalb wurde auf die CG verwiesen...
Heute aber gibt es wieder eine "spezifisch anthroposophische", nämlich freie christliche Alternative ... !



+ Das Gleiche gilt für die Aussage Rudolf Steiners (S. 44):

"Ich werde nie wieder bei einer solchen Gelegenheit, wo die sozialen Verhältnisse durch den Kult (der CG VDL) geheiligt werden sollen,
etwas vornehmen, ohne dass der Vertreter der religiösen Bewegung (CG) mitwirkt.
Bei Begräbnissen spreche ich nicht mehr allein, ohne einen Priester.
Der Kult (der CG VDL) muss verrichtet werden (durch Priester der CG)."

= Das ist eine Äußerung Steiners als "Nichtpriester" gegenüber einem auch von ihm zu respektierenden, klerikalen System.
Steiner betonte, dass er als Nichtpriester prinzipiell nicht sakramental-kultisch tätig sein wolle.
Wiederum -siehe oben-: Weil der "freie christliche", "spezifisch anthroposophische" eingeschlafen und verdrängt wurde ("Monopolisierung"),
gab es zu dieser Zeit eben keine Alternative, wenn eine sakramentale Bestattung gewünscht war...





Die Empfehlungen und die Praxis Steiners
zeitweise die "Christengemeinschaft" zu bitten,
war eine aktuelle Ausnahme für die damals alternativlose Zeit!

Heute haben wir diese Alternativen wieder!
Anthroposophen müssen nicht mehr in die "Vorschule zur Anthroposophie" gehen, um die Sakramente
in der Fassung und Tiefe Steiners in Anspruch nehmen zu können, wir sind nun frei ...
Dennoch: ... Jedem Seinen Weg!

Festzustellen ist aber immer noch, dass mit aus dem Kontext entrissenen, halbwahren Argumenten Vorurteile und Uninformiertheit entstehen ..
die trotz der heute bestehenden Informationen zum Thema weiter bestehen,
weil ein freies christliches Handeln, das Forum Kultus seitens vieler Freunde der "Christengemeinschaft" prinzipiell - zuallermeist aus Uninformiertheit - als gegnerisch und unwahrhaftig eingestuft, präsentiert und so auch ignoriert wird.








Polemik statt Sachargumente ...




Hier sei ein - aktuelles (2019) - Schreiben erwähnt, das erschreckt,

weil es ein Schreiben einer Persönlichkeit
(bisher wird aus der "Christengemeinschaft" nie offiziell namens der Organisation kommuniziert,
- um als solche nicht verantwortlich gemacht zu werden ? -
sondern bisher immer "persönlich" durch Priester oder Mitglieder,
auf deren "persönliches Fehlverhalten" Problematiken abgeschoben werden können,
auch wenn sie nur aussprechen was Viele oder auch die Institution meinen ... ??)

aus der obersten Hierarchieebene der "Christengemeinschaft" ist !
(Zu dessen Schutz hier geschwärzt.)

Dass selbst dort eine derartige Uninformiertheit und Voreingenommenheit besteht, schockiert ... :




Selbstverständlich gibt es auch "fortschrittliche"
Priester, Lenker, Oberlenker in der "Christengemeinschaft" ,
besonders aus der unteren Hierarchieebene stammen so manche
"vertrauliche Hinweise" die uns erreichen ...

Nun ... eben :
JEDEM SEINEN WEG !
... aber so ??







Hier unsere Antwort
(Volker David Lambertz antwortet - hier ungekürzt - für das Forum Kultus) :
.................................................................................................................


Verehrter XXXXXXXXXXXXX

Haben Sie Dank für Ihr Schreiben vom XX. 9. 2019 !

Ich kann Ihre Sorge verstehen ...

Allerdings beruht diese auf eine Uninformiertheit Ihrerseits.
Ich denke aber, dass hier und heute nicht der Raum ist, um Sie von der Unrichtigkeit
Ihrer Bedenken zu überzeugen und meine/unsere Sicht der Thematik zu erklären ?

Ich kann nur so viel sagen, dass leider kein Satz von Ihnen stimmt.

Geht es denn wirklich um die Notwendigkeit einer amtskirchlichen Weihe, Berechtigungen,
Besitzansprüche an bestimmte Texte, Dogmen, Ämter/Hierarchien, Institutionen, ... ?

Denn was ich immer wieder von Ihren Priester-Kollegen (nicht öffentlich) höre,
ist die -allerdings unnötige- Sorge, dass die Anthroposophen -angeregt von unseren Fragen-
nun "aufwachen" und der "Christengemeinschaft" davon laufen könnten;
und dass man das verhindern müsse,
vor allem indem unsere Fragen nicht an Ihre Mitglieder dringen ...

Denn das Problem ist ja, dass die "Christengemeinschaft" nicht für "die Anthroposophen"
begründet wurde, sondern gerade für diejenigen,
die noch "nicht in der Lage sind, unmittelbar den Gang
zur anthroposophischen Bewegung anzutreten" (R.St.),
sozusagen als "Vorschule" zur Anthroposophie (R.St.) ...
Nun kam diese Klientel aber nicht ... und so blieben nur die Anthroposophen ..
bis heute bezieht die "Christengemeinschaft" den allergrößten Teil ihrer Mitglieder
aus der Anthroposophen- und Waldorfscene ...

Blieben diese weg - weil sie selbstständig kultisch handeln würden
und das noch mit fast gleichlautenden Texten
und die traditionellen Formen in Frage stellten
- was bliebe dann (quantitativ) noch von der "Christengemeinschaft" übrig ?

Ja, das ist ein einsehbarer und eben immer wieder aus Ihren ! Priesterkreisen
uns vorgebrachter Grund, gegen ein eigenständiges, kultisches Wirken
von Anthroposophen zu sein,

... wenn denn "die Anthroposophen" aufwachen würden !
Aber .. da brauchen Sie ja eigentlich keine Sorgen zu haben ... :
"die Anthroposophen" schlafen, in der großen Mehrheit, diesbezüglich tief !

Wer sich aber wehrt aufzuwachen, den wollen auch wir nicht dazu zwingen ...

Haben Sie sich schon einmal gefragt, ob nicht auch Sie (als XXXX Titel)
uninformiert sind und Desinformation betreiben,
wenn Sie meinen, dass dem Impuls und der Aufforderung Steiners zu
einem laien-priesterlichen Handeln zu folgen,
eine "Verleumdung Rudolf Steiners" sei ?

Ist dieser Begriff nicht eher auf "Die Christengemeinschaft" anzuwenden,
die z. B. als "Anthroposophen-Kirche" ihren Gründungsauftrag nicht nur nicht erfüllt
und damit der Menschheitsentwicklung kontraproduktiv Not-wendiges entzogen hat,
sondern (immer noch) auch Steiner ignoriert, der nicht an Anthroposophen
als Regel-mitglieder Ihrer Kirche gedacht hat ...
sondern diese als "Vorschule" zur Anthroposophie konzipierte ??


Aber ... : "Jedem seinen Weg!" ?

Denn es hat ja doch ein jeder überzeugt seine für ihn stimmigen Argumente ... !
Und ein jeder will ja dem Guten dienen (auch wenn Sie das uns/anderen absprechen) !
Dabei sind wir selbstverständlich alle nur Strebende .. und deshalb auch oftmals Irrende..
Aber es brennt doch in uns alle ein Feuer der Begeisterung : IHM zu dienen... !

Wir sind doch alle sehr verschieden, auch in unserer anthroposophischen Bewegung...
Und so gibt es auch unterschiedlichste Bedürfnisse,
aus tiefsten Herzen, aus tiefster Überzeugung;
und deshalb brauchen wir auch unterschiedlichste Wege, hin zu IHM ...
Eine einzige, "allein selig machende Kirche", einen einzigen Weg für Alle
kann es deshalb nicht geben ...
(So hat Steiner eben auch kultisch verschiedene Wege gegeben.)

Hin zu Ihm... ein jeder auf seinen - ja auch karmisch bedingten- Weg .. das will ER doch !?
Der gnädige Gott gesteht dabei jedem seinen Weg zu... !

Denn was will ER im Grunde von uns? : Liebe ...
und damit Toleranz, Vielfalt, ja: Handeln aus Freiheit (trotz unserer Beschränktheiten) ...
"Leben in der Liebe zum Handeln
und Lebenlassen im Verständnis des fremden Wollens ..." (R.St.)

Deshalb verweisen wir jeden an uns Interessierten an die "Christengemeinschaft",
wenn wir spüren, dass er eben dort sinnvoller seine Bedürfnisse erfüllt bekommt
(wenn er z. B. eine leitende Figur wie einen Amts-Priester sucht).

Denn, im Gegensatz zu bestehenden Vorurteilen :
Wir sind keine Gegner der "Christengemeinschaft" !!

Wir gehen einfach andere Wege ...
( "Fragt ein Chassid den Rebbe: »Wo wohnt Gott ?« Fragt der Rebbe: »Wo wohnt ER nicht ?«"
Martin Buber ),
von deren Richtigkeit und Notwendigkeit wir überzeugt sind ..
und die wir auch mit Rudolf Steiner belegen,
wozu hier ja nicht der Raum ist (s.u.).


Der eigentlich relevante Aspekt zeitgemäßen, kultischen Lebens,
auf den Rudolf Steiner hinweist, ist für UNS : die "FREIHEIT" des Strebenden,
der aus der eigenen "moralischen Intuition"/Moralität,
aus seiner ganz individuellen Gottesbeziehung authentisch und empathisch handelt ..
(ob bei uns oder Ihnen) ..
("Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin JCh mitten unter ihnen!"),
unabhängig davon, ob das irgendeiner Institution oder Person passt oder nicht ...
Ob eine sakramentale Handlung real, wirkungsvoll ist,
entscheidet nicht die institutionelle Zertifizierung des Handelnden,
sondern die individuelle, moralische, spirituelle Authentizität.
Denn - wie Hella Wiesberger das ausdrückte :
"Unübersehbar .. ergibt sich als notwendig, dass das christliche Freiheitselement
auch dem Wesen des Kultus, dem Sakramentalismus einverleibt werden muss." ...

HEUTE stehen wir doch vor ganz anderen, neuen Herausforderungen, als vor 100 Jahren ..
auch im Kultischen,
wie ja Rudolf Steiner anmerkte :
"Nehmen sie auch so etwas (das damals Gegebene) als einen Anfang hin ...
wie überall eben aus dem Lebendigen heraus das Kultusartige gesucht werden muss...
Etwas Prinzipielles kann es im Leben der Welt überhaupt nicht geben,
sondern es kann nur das sich in Leben Wandelnde geben."

Amtskirche und -priester war gestern ...
Dennoch: Nicht ein jeder ist schon im Heute angekommen .. muss er auch nicht ! ...
Für uns gilt aber ein zeitgemäßes, individuelles, michaelisches Handeln:
"Aus dem Ernst der Zeit, muss geboren werden der Mut zur Tat!" (R.St.)

Und da steht ein "freies christliches" Handeln eben diametral zu dem einer Kirche ...


Zuletzt darf ich an die Ringparabel erinnern :
Gehe doch ein jeder seinen Weg,
praktiziere die/seine "Wahrheit" mit der er überzeugen möchte ..
und überlasse das Urteil, die Wahl dem mündig Suchenden selbst .. und eben IHM ...

Das versuche ich, das versuchen wir ...
und ich bitte um Entschuldigung
und (allein um) fachlich sachgerechte, unpolemische Korrektur, Information,
wenn ich/wir irren, fehlgehen ... !

Wenn Sie wirklich ehrlich meine/unsere und eben auch Steiners Gründe
für ein laienpriesterliches Handeln, gerade auch heute und mit speziell diesen Texten,
nachgehen wollen, kann ich Sie gerne näher informieren ...

Verzeihen Sie mir die deutlichen Worte
(ich wage Sie, weil auch Sie Ihre Meinung so drastisch äußerten)
und die vielleicht etwas lange Antwort ...
aber das zeugt von meiner prinzipiellen Achtung, der Wahrnehmung auch Ihrer Perspektive,
egal, dass/ob ich die Dinge vielfach anders sehe !

Ich erwarte auch nicht, dass Sie meiner Sicht folgen ...

"... laß jedermann sein Wesen,
du bist von irgendwelcher Fehm zum Richter nicht erlesen." (Morgenstern)
Aber wir wissen ja auch : "Die zur Wahrheit wandern ... "


So hoffe ich auf Ihren Versuch um Verständnis
auch für andere Wege ...
"das Haus Gottes hat viele Wohnungen!" (s. Joh.)

Weiterhin Ihnen
ein gutes Wirken - für Ihren Weg - in Seinem Namen ... !

Herzliche Grüße!
gez. Volker David Lambertz



..........................................................................................




Da frage ich mich:
Ist "Die Christengemeinschaft" in einem inhaltlich und quantitativ derart desolaten Zustand,
dass eine Persönlichkeit aus der obersten Hierarchieebene
zu solchen, sich selbst disqualifizierenden, diskreditierenden Vorwürfen greifen muss ??
Kaum zu glauben ...
Sind solche Argumente nicht eine Verzweiflungstat,
vor der - unrealistischen - Sorge, dass "die Anthroposophen" nun abwandern würden ?
Oder unverantwortliche Uninformiertheit und/oder polemische Provokation eines Einzelnen ?
(.. doch siehe oben Polemik statt Sachargumente ... zu "persönlich" )


SIE - liebe LeserInnen -
werden hoffentlich, aufgrund Ihres Studiums dieser Website,
(und vielleicht unserer Bücher) erkennen,
dass den "freien christlichen" Impuls,
ein freies, überkonfessionelles, anthroposophisch vertieftes Kultuswirken,
heute wieder und neu aufzugreifen,
nicht nur im Sinne Rudolf Steiners,
sondern eine Zeit-Not-wendigkeit
bezüglich der Entwicklung kultischen, kirchlichen Lebens heute ist,
in dem sich immer mehr Menschen von den Institutionen Kirche abwenden
und eben überkonfessionelle, individuelle Wege suchen ...
und so
auch dem Sakramentalismus die Freiheit einzuweben ist (Hella Wiesberger) ! ?


Natürlich, nicht jeder möchte (und soll) diesen Weg gehen !
Deshalb - wieder und wiederum - :

"Jedem Seinen
(des Christus) Weg!"






Hier zum Thema Weiteres :
Rudolf Steiner zu Anthroposophie / Anthr. Gesellschaft und Christengemeinschaft : AG + CG



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